Ausflug nach Nikosia

Kalimera Deutschland! 
Nachdem wir unsere ersten Tage hier in Larnaka ruhig angingen ließen, 
stand nun, fast am Ende der 1.Woche, ein Ausflug in Zyperns Hauptstadt (der Republik Zypern) Nikosia an.
Da Zypern seit dem Konflikt mit der Türkei in den 70ern ein geteiltes Land ist und eine Grenze das Land eben in die Republik Zypern und den nördlichen, den türkischen Teil teilt, ist auch Nikosia, das auf dieser Grenze liegt eine geteilte Stadt,  da diese Grenze mitten durch die Stadt führt.(link: https://de.wikipedia.org/wiki/Zypern)
Wir Mauerkinder wissen wovon wir reden!

Am Do.,3.10. unserem offiziellen Tag der deutschen Einheit (Wir alle wissen aber wann der wirkliche "Tag der Tage" war...),  Na jedenfalls an diesem ehrwürdigen Tag, besuchten wir die geteilte (Haupt-)Stadt Zyperns- Nicosia oder auch Lefkosia...oder (Lefkoca) je nachdem in welchem teil der Stadt man wohl groß geworden war..
Aus...
 machten wir uns auf den Weg in das ca. 52 Km entfernte Nicosia/Lefkosia
 Busse fahren, allerdings hätten wir da erst von unserem Hotel etwas umständlich hinkommen müssen und der Zeitfaktor war wie so oft, der Grund sich für die bequemere und schnellere Variante zu entscheiden - ein "shared Taxi". 
Es holte uns um 9.30 Uhr ab und brachte uns in die Haupstadt.

 Die reine Fahrtzeit ist überschaubar... 45 min für ca. 50 Km... Was aber Zeit kostete, war das Abholen aller anderer Fahrgäste von ihren Orten, Standpunkten und das hinfahren zu ihren Destinationen...(Wir kennen jetzt jedenfalls alle 17 Stadteile von Nicosia) und so kamen wir mal locker auf  2 Std., inklusive Verfahren und Koffer vertauschen andrer Fahrgäste sowie die Lösung dieses  Problems-
Gegen 12.00 waren wir endlich an unserem Endpunkt dem Centrum, der Altstadt von Nicosia, 
die schön von einer Stadtmauer umringt ist und ein angenehmes, geschäftiges Flair versprühte...

Von Multikulti brauchte man hier nicht zusprechen, so etwas wird hier gelebt, zwangsläufig.. Ob Muselmane, Christ, Türke, Araber, Syrer, Grieche, Afrikaner oder Inder..eine Menge Nationen waren erkennbar...
Die Ledra Street ist eine von zwei Einkaufs-Flaniergassen  in Zyperns Hauptstadt NikosiaA) die "Ledras"-Strasse und 
B) die "Onasagorou"

Die eine breiter,
die andere schmaler...

Beide
 durchschneiden das Zentrum in
Süd-Nord-Richtung. 

Hier findest man neben vielen kleinen Shops auch Cafés, Bars und Restaurants.

Beide führen nach ca. 15-20 Minuten schlendern auch nicht weiter, sondern nur direkt an die Grenze, die eigentlich gar nicht auffällt, aber ihrerseits nun die Stadt durchschneidet und hier sehr deutlich teilt.
In der Ledra Street befindet sich auch der Grenzübergang in den türkischen nördlichen Teil der Insel.
Der Übergang an/auf der "Ledras" ist nur für Fußgänger passierbar, so kommt man in den türkischen, den östlichen Teil der Stadt.

Und auch wie damals in Berlin ist dieser östliche Teil, der hinter diesem Übergang, einen Steinwurf weit entfernt beginnt, deutlich armseliger und zerfallener wie der Teil der Stadt, der zur Republik Zypern gehört (Jedenfalls soweit ich im wahrsten Sinne, sehen konnte... )

Hier ein Cafe, direkt 50M rechts neben dem Grenzübergang "Ledra"


...der türkische Teil ist nur abgetrennt durch diese Holzwände...

















Zwischendurch patroulieren sogar Soldaten der Armee von Zypern...in den Strassen direkt an der Grenze.
 


Und auch abseits dieser beiden Strassen herrscht eigentlich viel deprimierender Leerstand, Zerfall, Armut, Verwahrlosung und ruinenhafte Häuser,












die von ihren früheren Bewohner verlassen wurden (werden mussten ?!)
und
nun langsam aber sicher zerfallen oder eben auch bereits sind.



Aber dadurch für Typen wie mich einfach sehr anziehend sind...
 ehemaliges Kino "Regina Cinema" in einer Seitenstraße
Wenige, kleine Strassenzüge im westlichen Teil (im östlichen waren wir aufgrund der Kürze der Zeit nicht, holen wir aber viel. noch nach..?!) waren hübsch und hatten etwas Flair, durch Geschäfte, Kunsthandwerkshops, Trödel... etc,
 der Rest jedoch war zwar fotogen
 
und hatte seine:
  

und ne Menge Katzen,
 aber "that's it"!
 Na gut Ich will nicht so sein...


Es gab auch das Freiheitsdenkmal
und
  'ne Menge "Agios..." Kirchen... 
und Moscheen

Die Grenze wird durch die UN geschützt, die beidseits eine "Pufferzone" (Bufferzone) einrichtet...


so etwa wie unser alter Grenzstreifen, nur dass dieser Bereich hier eben zwischen den Häusern der Stadt langführt, da diese stehenblieben und nicht wie damals bei uns eh schon weggebombt waren oder dann beseitigt wurden um freies Schussfeld zu haben...im "Mauerstreifen"
Blick durch den Stacheldraht...
 teilweise sah die "Pufferzone" eher wie Müllhalde aus..kein Wunder oder?!
Strassensperren, unterwegs...im "Sector two, Roger!"

Hier ein kleiner verlassener (unbesetzter) Wachpunkt mit Schießscharte,














links ging es noch ca. 200 M weiter, dann war auch dort Schluß.
 rechts vom "Bunker"... sah es so aus:
Auf der westlichen Seite wird die Grenze durch griechische (pardon zypriotische) Soldaten bewacht, die sich aber nicht gerne (gar nicht!) fotografieren lassen.... Schade!






Die Türken sieht man nicht,
nur ihre Flagge und die Moschee im Hintergrund lässt erahnen was sich auf der anderen Seite abspielen mag...

Dazwischen ein Bereich mit Soldatenunterkünften in denen wohl die UN stationiert ist,die wir aber in unseren 3-4 Std.Spaziergang hier gar nicht zu Gesicht bekamen außer auf Hinweisschildern. An vielen Stellen der Stadt gab es dann Schneisen wie diese hier, die eben die Bufferzone bilden.
Fahrzeugverkehr war nicht möglich, an andrer Stelle der Stadt gibt es jedoch einen Übergang an dem die Einreise in die Türkei mit Fahrzeug wohl möglich sein soll.

Viell. werden wir mit dem Mietwagen noch einmal zurückkommen nach Lefkosia..zum schlendern und zur Einreise in den türkischen Teil.. Für heute war es dass aber und um 18.00 Uhr hieß es dann mit dem Bus für 4 Euro zurück nach Larnaca.





Unser Abendessen nahmen wir bei uns ums Eck, in der Taverne von "Mama Kupaijio" wie ich zu ihr sage..
da sie die leckersten gefüllten Weinblätter macht (Wineleafs o. gr. Domatikades) die ich bisher auf Zypern bekam. Sie heißen hier eben nur anders...Kupaijio.















So wie auch die Taxifahrer (schwarze Limousinen!), ihr Taxilicht nicht ausschalten wenn sie eine Fuhre haben oder reserviert sind...
Nein wozu auch, dann würde ja kein doofer Touri fragen, ob man frei sei und man könnte dann ja nicht mit den Armen wild fuchtelnd auf sein leuchtendes Taxischild zeigen... Ja eben "TAXI leuchtet -ergo -frei!"  Na ja Zypern halt, Sie fahren ja auch auf der falschen Seite der Strasse .. 
So das war es für heute aus Nicosia/Lefkosia, Ich hoffe es hat Euch gefallen...
bis die Tage in Deutschland!
*Christian & Sylvie*

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